Bastei

Bastei Sächsische Schweiz

Die sächsische Schweiz ist einer der Anziehungspunkte für Touristen in Sachsen, gar nicht weit entfernt von Dresden. Wenn Sie dort sind, können Sie über das Elbtal schauen bis hin zu dem Tafelberg. Den schönsten Ausblick gibt es von einem Plateau aus Sandstein aus, gute 200 Meter oberhalb der Elbe, gute 130 Meter entfernt vom Fluss. Die sogenannte Bastei ist eine Formation aus verschiedenen Felsen mit einer Aussichtsplattform. Sie bietet das ganze Jahr über eine großartige Aussicht auf die Umgebung aus luftiger Höhe und zählt zu den Touristenattraktionen der Region, welche die meisten Besucher anzieht. Einige der Besucher nutzen die Möglichkeit, im Hotel hinter der Bastei zu übernachten oder das dortige Restaurant zu besuchen.
Die eigentliche Bastei ist der schmale Felsrücken, der weit bis zur Elbe hin vorspringt. Einstmals war die heutige Sehenswürdigkeit in einen Verteidigungsring eingegliedert, der zur Felsenburg Neurathen gehörte, deren Reste über die Basteibrücke noch heute erreichbar sind. Sie war die größte Felsenburg in der Region sächsische Schweiz. Heute können Sie hier Relikte aus vergangenen Zeiten sehen, wie eine Zisterne oder eine alte Steinschleuder mit passenden Steinschleudern. Sie wurde rekonstruiert und ist seit 1986 zu besichtigen. Die Natursteinfestung selbst wurde bereits im 14. Jahrhundert angelegt, was böhmischen Rittern zugeschrieben wird. Den Eingang bildete das Felsentor am Ende der Basteibrücke.


Schon bei Erschließung der sächsischen Schweiz als touristisches Ausflugsziel war der Felsen der Bastei ein erster Punkt der Anziehung. Doch nicht nur Touristen, auch Künstler fanden Gefallen an der Landschaft und verewigten sie auf zahlreichen Bildern. Caspar David Friedrichs Bild mit dem Namen „Felsenpartie im Elbsandsteingebirge“ lehnte sich am Motiv der Bastei an. Die Basteistraße begründete die bessere Erreichbarkeit des Felsens und ermöglichte es, mehr Besucher herzuführen. Das höhere Besucheraufkommen machte es im Jahre 1851 nötig, die hölzerne Brücke, die man 1826 über die Klüfte der Mardertelle zwischen Neurathener Felsentor und Bastei gebaut hatte, gegen eine Brücke aus Sandstein auszutauschen, die heute noch Bestand hat. Die Basteibrücke gilt als Wahrzeichen der sächsischen Schweiz und benötigte nur zwei Jahre zur Fertigstellung. Sie liegt linkerhand vom eigentlichen Aussichtspunkt. Mit insgesamt 7 Bögen überspannt das imposante Bauwerk die 40 m tiefe „Mardertelle“, eine beeindruckende Schlucht. Möchten Sie den Bergwanderweg von Eisenach nach Budapest nutzen, kommen Sie unweigerlich hier an der Bastei vorbei. Unterhalb sehen Sie Rathen liegen, einen Kurort, der vielfach als Ausgangsort für Klettertouren oder Wanderungen in der Region genutzt wird. Rathen selbst beherbergt mit dem Freilichttheater Felsenbühne eine weitere herausragende Sehenswürdigkeit der sächsischen Schweiz.
Wenn Sie von der Bastei aus in die Ferne blicken, können Sie südlich den Pfaffenstein erkennen, der links der Festung Königsstein liegt. Hinter ihm sind bereits die Linien des waldigen Erzgebirges auszumachen. Im Osten gibt es weitere Felsen zu sehen, die labyrinthartigen Schrammsteine. Im Südosten erhebt sich der Große Winterberg, während im Nordosten der Valtenberg steht, der zum Lausitzer Bergland gehört. Auch der Blick hinunter zur Elbe unterhalb der Bastei lohnt. Hier fährt die einzige Stromfähre, die es auf der Elbe gibt. Sie verbindet die beiden Teile von Rathen, die durch den Fluss getrennt sind.

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