Sächsische Schweiz

Die sächsische Schweiz in Sachsen

In Sachsen, genauer gesagt im Elbsandsteingebirge, liegt die sächsische Schweiz. Südöstlich von Dresden erstreckt sich, geteilt von der Elbe, diese wunderschöne Gegend. Zahlreiche Gebilde aus Sandstein sind für die sächsische Schweiz so typisch. Das Meer aus der Kreidezeit legte sozusagen den Grundstein für diese ausgefallenen Naturschönheiten. Die Barbarine, ein besonders geformter Felsen, ist das Wahrzeichen der sächsischen Schweiz. Hierbei handelt es sich um eine knapp 43 m hohe Felsnadel, die 1978 zum Naturdenkmal erklärt wurde. Deshalb darf sie auch nicht mehr bestiegen werden, damit keine weiteren Schäden durch den Klettersport entstehen. Für Wanderer und Naturliebhaber ist das Elbsandsteingebirge ein wunderbarer Ort, um die Natur zu genießen.

 

Beliebt bei Alt und Jung

Die sächsische Schweiz wird von allen Altersklassen besucht. Für Klettersportler bietet sich hier ein großes Areal an Möglichkeiten. Die „sächsischen Regeln“ für die Kletterer dienen dazu, den teilweise empfindlichen Sandstein zu schützen. Über 1100 Klettergipfel laden dazu ein, entdeckt zu werden. Für Klettersportler ist es eine Herausforderung, sich fast nur mit Knoten- und Bandschlingen in den Felsen fortzubewegen. Bekannte Bergsteigerwege sind die „Rübezahlstiege“, die „Rotkehlenstiege“ und die „Häntzschelstiege“. Letztere liegt in den „Affensteinen“ und führt bis zum „Langen Horn“. Dieser Bergsteig misst zwar nur rund 700 m, überwindet dabei aber einen Höhenunterschied von 160 Metern.516 Stufen müssen dazu erklommen werden. Teilweise wurden Stufen durch Metallbügel ersetzt, die es nur erfahrenen Kletterern möglich machen, diese Stiege ohne Ausrüstung zu erklimmen.

Jugendliche hingegen gehen gerne „boofen“. Dies bezeichnet die beliebte Form des Übernachtens im Freien. In der sächsischen Schweiz werden hierzu sehr gerne überhänge von Sandsteinfelsen, oder auch Höhlen genutzt. Die „Boofe“ haben häufig schon ausgebaute Schlaf- und Feuerstellen. Diese Übernachtungsmöglichkeiten werden entweder von Bergsteigern genutzt oder auch von feierfreudigen Jugendlichen. Deshalb gibt es auch immer wieder Diskussionen über die Erlaubnis dieser Übernachtungen, da es vereinzelt zu illegalen Feuerstellen und Naturbeschädigen kommt. Im Nationalpark darf nur an ausgeschilderten Stellen übernachtet werden.


Der Nationalpark der sächsischen Schweiz

Kiefern in seltsamen Formen, Sandsteingebilde, Felsenriffe und tief in die Steine eingegrabene Bäche machen den Nationalpark zu einer wilden und schönen Landschaft. Die sächsische Schweiz bietet Fauna und Flora wie im Hochgebirge, welche durch eine spezielle Klimaeigenschaft dieser abwechslungsreichen Landschaft herrührt. Der Naturwald lädt zu ausgedehnten Wandertouren ein. Hier können Wanderer mit ein bisschen Glück den Schwarzstorch, Fischotter, Uhus und Greifvögel in freier Wildbahn beobachten.

 

Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten

Die sächsische Schweiz bietet nicht nur Naturliebhabern eine Menge. Auch die Freunde historischer Gebäude kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Felsenburg Neurathen ist die größte mittelalterliche Festung im Elbsandsteingebirge. Da sie wie die meisten Burgen aus Holz gefertigt war, sind von der Festung nur verschiedene ausgehauene Räume und Durchgänge vorhanden. Eine Zisterne im Burghof und Wehrgänge vermitteln Besuchern trotzdem noch sehr viel mittelalterliches Flair.

Die Burg Wehlen ist deutlich kleiner und nur die Grundmauern eines Turmes, ein Keller und ein Rundbau sind hier zu sehen. Trotzdem lohnt sich auch hier eine Besichtigung. Besonders interessant ist auch ein Besuch der Felsenbühne Rathen. Eine Freilichtbühne, die zwischen Mai und September mit ca. 90 Vorstellungen lockt, macht Theater zu einem ganz neuen Erlebnis.

Eine Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn ist für viele Besucher ebenfalls ein Highlight. Die Überlandstraßenbahn fährt von Bad Schandau durch das Kirnitzschtal bis hin zum Lichtenhainer Wasserfall. Der kleine Wasserfall wurde als Touristenattraktion schon 1830 künstlich angestaut, um größere Wassermassen zu erhalten. Jede halbe Stunde wird am Wehr gezogen und so dieses einmalige Schauspiel gestartet. Historische Bauten, wie das alte Wasserfallhäuschen mit den Schautafeln zeigt, wie beliebt dieser Ort schon früher war. Die Gegend rund um den Wasserfall lädt zu kleinen oder größeren Wanderungen ein.

Ein hübscher Modellpark, der „Miniaturpark Kleine Sächsische Schweiz“ bietet interessierten Besuchern detailgetreue Nachbauten der Hauptsehenswürdigkeiten. Kleine Wasserwege mit Modellschiffen, Fahrzeuge, Berge und Gebäude sind hier zu bewundern.

Die sächsische Schweiz als Urlaubsziel

Viele Urlauber nutzen Feiertage, um einen Kurzurlaub in der malerischen Gegend zu verbringen. Wer wiederkommt, bleibt meist gerne länger. Kein anderes, deutsche Mittelgebirge wirkt so malerisch und wild zugleich. Der Romantik der verwunschenen Wälder mit den zahlreichen Sandsteinformationen kann sich kaum jemand entziehen. Das milde Klima bietet viele Sonnenstunden, die zu Spaziergängen einladen. Für wirklich jeden Anspruch gibt es Wege, vom gut ausgebauten Forstweg bis hin zu schwierigen Klettersteigen. Auch für Radtouren wird die sächsische Schweiz mehr und mehr genutzt.

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